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Angelika Matthias

Themen aus meinen Erfahrungen und relevanter Literatur. Ich hoffe Sie finden es Nützlich.

Wut als Energieimpuls?

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Ich habe kürzlich einen Artikel über Gewalt und Aggressionen geschrieben und wie diese das eigene Leben und das unserer Mitmenschen negativ beeinflussen können. Angesammelte Wut, Ohnmacht und Angst kann in Aggression und Zerstörung umschlagen, was Leid hervorbringen kann. Daher hat Wut verständlicherweise nicht so ein gutes Image in unserer Gesellschaft.

Hier geht es jetzt darum, zu sehen und zu verstehen, dass Wut ein wichtiger Impuls unseres Systems ist, die wir richtig deuten wollen. In unserer Gesellschaft gilt es eigentlich als nicht in Ordnung wütend zu sein. Schon kleine Kinder werden angehalten keine Wut zu zeigen. Oder werden missbilligt, wenn sie wütend sind. Sätze wie „Geh in dein Zimmer und komm erst wieder raus, wenn du dich abgekühlt hast“, hört man immer wieder.

Dabei zeigen sie mit ihrer Wut nur, dass sich aus ihrer Sicht die Umstände nicht gut anfühlen. Natürlich müssen wir als Erwachsene unsere Kinder leiten und begleiten, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden. Es ist auch klar, dass sich nicht immer alle unsere Wünsche erfüllen lassen. Viele von uns haben jedoch gelernt die Wut zu unterdrücken oder zu ignorieren. Es war teilweise gar kein Raum für unsere Bedürfnisse, oder unsere Eltern wussten nicht, wie sie damit umgehen sollten, wenn wir wütend waren. Doch das Gefühl ist nun mal da und kann bei ständigem Ignorieren zu Gewaltimpulsen gegenüber anderen, gegen uns selbst oder zu gesundheitlichen Problemen führen, denn unterdrückte Gefühle sind nicht hilfreich und machen auf lange Sicht krank. Verspannte Schultern und Kiefer sind nur ein Symptom.

Wut ist ein Signal an uns, dass sich für uns etwas nicht gut oder richtig anfühlt. Sie hat meistens auch eine große Energieladung, die uns dazu motiviert zu handeln. Sie ist hilfreich, um mit ihr einen andren Weg aus der unangenehmen Lage zu finden, in der wir gerade stecken. Es ist daher erforderlich die Wut zu erkennen und als ein „normales“ Gefühl zu akzeptieren. Anders als ein depressives Gefühl, was aus der Hilflosigkeit und der Hoffnungslosigkeit entsteht, gibt die Wut nicht auf und versetzt uns in die Lage für unsere Interessen und Bedürfnisse einzustehen/oder, uns für unsere Interessen und Bedürfnisse einzusetzen. Daher sollten wir „wieder“ lernen unsere Wut richtig wahrzunehmen und zu untersuchen. Was fühlt sich nicht richtig an? Kann ich etwas ändern? Welche Schritte gehen in die richtige Richtung? Es ist daher hilfreich, die Wut als Gedankenanstoß oder Inspirationsimpuls zu verstehen. Wie viel Wut brauche ich, um endlich in Aktion zu treten? Wenn ihr einen Weg finden wollt, eure Wut besser wahrzunehmen, zu verstehen und den für euch richtigen Impuls zu finden, so stehe ich euch gerne als Expertin zur Verfügung.